Verpackung

Relevanz und Geltungsbereich

Nahezu täglich schreitet die Nachfrage nach Papier, besonders in den von der Industrie geprägten Staaten, voran, denn für viele Produkte des täglichen Bedarfs, wie z. B. Klopapier wird die Ressource Holz benötigt. Nicht ausgeschlossen sind dabei auch sämtliche Produktverpackungen, die aus Papier oder Pappe hergestellt werden.

Sehr erschütternd ist die Erkenntnis, dass nahezu die Hälfte der gefällten Holzgewächse in der Papierindustrie verarbeitet wird. Die Wälder leiden unter der Abholzung riesiger Flächen und dem unzulässigen, illegalen Fällen von Bäumen. Als Folge kommt es zu einer gravierenden und folgenschweren Erschöpfung der Ressource Wald und zieht erhebliche Konsequenzen für die gesamte Sphäre nach sich.

Dementsprechend können auch die Verbraucher zu einer nachhaltigen Papierherstellung beitragen, indem sie ihren Papierkonsum einschränken und beim Kauf auf nachhaltige Erkennungszeichen setzen.

Auch die ZHG möchte den Umgang mit der Ressource Holz verbessern und setzt auf mehr Nachhaltigkeit.

Nachfolgende Aussagen gelten für alle unter die Zuständigkeit der ZHG fallenden Artikel, die Holz in Form von Papier und/oder Pappe in der Primärverpackung enthalten. Nicht nur die Ressource Holz, sondern auch den begrenzten, nicht nachwachsenden Rohstoff Erdöl, haben wir dabei im Blick und arbeiten auch an einer Veränderung im Umgang mit Kunststoffverpackungen.

FSC

Der FSC – «Forest Stewardship Council» – ist eine unabhängige und nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation, welche sich dazu berufen fühlt, die natürliche Ressource Wald in den Rubriken Ökonomie, Ökologie und Soziales zu protegieren, um somit auch deren Bestand in Zukunft garantieren zu können. Auch die Verbraucher können ihren Teil dazu beitragen, indem sie ausschliesslich Papier- oder Holz-Erzeugnisse kaufen, die mit dem Zeichen des FSC versehen sind.

Dazu bestehen drei voneinander abweichende Erkennungszeichen: Ein Logo für Rohstoffe, die hundertprozentig aus einem durch den FSC-zertifizierten Forst stammen, ein weiteres Label, das kennzeichnet, dass ein Produkt zu 100 % aus wiederverwerteten Rohstoffen gefertigt wird und ein drittes Zeichen, das für ein Gemisch aus für den FSC-akzeptablen Rohstoffen steht.

PEFC

Das «Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes» ist eine internationale Verfahrensweise zur Zertifizierung von Holz- und Papierprodukten aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, welche sich hinter dem zugehörigen renommierten Kurzwort PEFC verbirgt. Eine grosse Gruppe unterschiedlichster Beteiligter aus verschiedenen Sektoren, wie z. B. Schützer der Natur, Inhaber eines Forstes oder Vertreter des industriellen Wirtschaftszweiges, engagieren sich gemeinsam dafür, die Forstwirtschaft so nachhaltig wie möglich zu gestalten. PEFC macht sich somit für die forstliche Nachhaltigkeit und schlussendlich für die Erhaltung der Wälder stark. Auch PEFC hat ein Erkennungszeichen, welches den Verbrauchern eine Orientierung bietet, sowie die Möglichkeit gewährt, ihren eigenen Anteil zur Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung zu leisten.

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist ein deutsches Umweltzeichen der Bundesregierung, welches derzeit über 12.000 umweltfreundliche Produkte sowie Dienstleistungen kennzeichnet. Seit mehr als 40 Jahren werden Produkte und Dienstleistungen, die umweltfreundlicher sind als vergleichbare Angebote, mit dem unabhängigen und anspruchsvollen Siegel ausgezeichnet. Bei der Vergabe des Blauen Engels wird der gesamte Prozess betrachtet und dadurch garantiert, dass hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllt werden. Die einzelnen zu bewertenden Kriterien werden je Produktkategorie ausgewählt und alle drei bis vier Jahre vom Umweltbundesamt überprüft. Die Unternehmen werden dadurch aufgefordert, ihre Produkte stetig umweltfreundlicher zu gestalten. Träger des Blauen Engels sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Umwelt Bundesamt, die Jury Umweltzeichen sowie die RAL gGmbH.

Massnahmen

Im Umgang mit Verpackungen gibt es aktuell eine dreigliedrige Grundsatzstrategie: In erster Linie gilt es, die Menge der zur Herstellung von Verpackungen verwendeten Ressourcen zu reduzieren, indem beispielsweise Mehrweg oder eine Materialreduktion zum Einsatz kommen. Sofern die Verwendung von Mehrweg-Verpackungen oder die Reduktion der Verpackung nicht möglich ist, wird sich im zweiten Schritt dem Recycling bedient – z. B. durch das Einsetzen von recycelten Materialien oder der Verbesserung der Recyclingfähigkeit der eingesetzten Verpackung. Wenn z. B. die Beschaffenheit des Produktes auch dies nicht zulässt, wird sich auf den dritten Grundsatz im Bereich Holz – die Zertifizierung – gestützt. Im Bereich Kunststoff werden bereits zusätzliche Verpackungen eliminiert.

Mittelfristig

Ziel ist es demnach, überall wo es möglich und sinnvoll ist, Verpackungsmaterialien zu reduzieren sowie Verpackungen zu optimieren bzw. auf innovative, nachhaltige Verpackungen umzustellen. Bei essenziellen Verpackungen wird eine Zertifizierung nach FSC, PEFC oder mit dem Zeichen Blauer Engel angestrebt. Diese drei Zertifizierungen werden aktuell von uns als gleichwertig eingeschätzt.

In speziellen Projekten wird aktuell an der Verpackungsreduzierung und -optimierung gearbeitet. Dabei wird stets darauf geachtet, dass die Transportsicherheit jedoch in keiner Weise darunter leidet. Durch das konstante Niveau der Transportsicherheit wird garantiert, dass der sich durch mangelnde Transportsicherheit ergebender «Food Waste» minimal gehalten wird.

Anhand von aktuellen Beispielen sowie geplanten Projekten lässt sich unser Engagement für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften in Sachen Verpackungen konkret festmachen: Bestimmte Verpackungsreduzierungs- und -optimierungsmassnahmen stellen beispielsweise die Einführung von Mehrwegdeckeln für 500-g-Joghurtbecher, die Umstellung auf Mehr-Komponenten-Becher, das Einsparen zusätzlicher Papierbanderolen oder das Aufbringen von Trennhinweisen auf Produkte (allerdings nur wo sinnvoll, also wenn mindestens zwei Materialfraktionen beim Artikel vorhanden sind) dar. Des Weiteren gilt es mittelfristig bereits vorherrschende Alternativen zu Aluminium-Platinen in der weissen Linie (Milch und Milchprodukte) zu prüfen und gegebenenfalls zu lancieren.

Eine Selbstverpflichtung, bei Einsatz von Frischfasern im Bereich der Verkaufsverpackungen nur zertifiziertes Material zu verwenden, wird geprüft.

Langfristig

Als langfristiges Ziel ist das Substituieren von klassischen Kunststoff-Verpackungen durch Kunststoffe aus schnell nachwachsenden Rohstoffen intendiert.

Langfristig sind wir bestrebt, weiterführende Projekte zur dreigliedrigen Strategie der ZHG im Umgang mit Verpackungen zu realisieren. Dabei ist die Produktqualität in jeder Hinsicht zu bewahren. Die Festlegung von Recyclingquoten sowie deren Überprüfbarkeit wird aktuell ebenfalls geprüft.

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