Pappe / Papier

FSC

FSC steht für Forest Stewardship Council. Mit weltweit gültigen Standards, der Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte Umwelt- und Sozialorganisationen, wird FSC als Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft anerkannt. Die Zertifikatsvergabe erfolgt durch unabhängige Dritte und wird jährlich überprüft. Weitere Informationen unter www.fsc-deutschland.de
 

Es gibt drei verschiedene FSC-Kennzeichen: Ein Kennzeichen für Produkte, für die Material verwendet wurde, das hundertprozentig aus einem durch den FSC-zertifizierten Forst stammt (FSC 100 %), ein weiteres Label, das kennzeichnet, dass ein Produkt zu 100 % aus wiederverwerteten Rohstoffen gefertigt wird (FSC Recycled) und ein drittes Zeichen, das für ein Gemisch aus für den FSC-akzeptablen Rohstoffen steht (FSC Mix).

PEFC

Das Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC basiert inhaltlich auf internationalen Beschlüssen der Nachfolgekonferenzen der Umweltkonferenz von Rio (1992). Dies sind die Kriterien und Indikatoren, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa (Helsinki 1993, Lissabon 1998, Wien 2003) von 37 Nationen im Pan Europäischen Prozess verabschiedet wurden. 
Vorrangiges Ziel von PEFC ist die Dokumentation und Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Hinblick auf ökonomische, ökologische sowie soziale Standards.

Weitere Informationen unter www.pefc.de

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist seit über 45 Jahren das Umweltzeichen der Bundesregierung. Er kennzeichnet umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Viele Alltagsprodukte tragen das Umweltzeichen: zum Beispiel Farben, Möbel, Waschmittel oder Recyclingpapier. 

Transparenz und Unabhängigkeit
Der Blaue Engel ist eine unparteiische und wirtschaftlich unabhängige, freiwillige Produktkennzeichnung. Dies garantieren das Bundesumweltministerium als Zeicheninhaber, das Umweltbundesamt für die wissenschaftliche Erarbeitung der Vergabekriterien, die „Jury Umweltzeichen“ als Entscheidungsgremium, und RAL gGmbH als unabhängige Zertifizierungsorganisation.

Zweck des Umweltzeichens ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern und öffentlichen Einrichtungen eine verlässliche Orientierung beim umweltbewussten Einkauf zu geben. Denn eine gezielte Nachfrage nach umweltschonenden Produkten fördert ökologische Produktinnovationen und reduziert Umweltbelastungen. Der Blaue Engel steht für eine unabhängige, transparente und ambitionierte Kennzeichnung.

Weitere Informationen unter www.blauer-engel.de/de

Massnahmen

Im Umgang mit Verpackungen gibt es aktuell eine dreigliedrige Grundsatzstrategie: In erster Linie gilt es, die Menge der zur Herstellung von Verpackungen verwendeten Ressourcen zu reduzieren, indem beispielsweise Mehrweg oder eine Materialreduktion zum Einsatz kommen. Sofern die Verwendung von Mehrweg-Verpackungen oder die Reduktion der Verpackung nicht möglich ist, wird sich im zweiten Schritt dem Recycling bedient – z. B. durch das Einsetzen von recycelten Materialien oder der Verbesserung der Recyclingfähigkeit der eingesetzten Verpackung. Wenn z. B. die Beschaffenheit des Produktes auch dies nicht zulässt, wird sich auf den dritten Grundsatz im Bereich Holz – die Zertifizierung – gestützt. Im Bereich Kunststoff werden bereits zusätzliche Verpackungen eliminiert.

Mittelfristig
Ziel ist es demnach, überall wo es möglich und sinnvoll ist, Verpackungsmaterialien zu reduzieren sowie Verpackungen zu optimieren bzw. auf innovative, nachhaltige Verpackungen umzustellen. Bei essenziellen Verpackungen wird eine Zertifizierung nach FSC, PEFC oder mit dem Zeichen Blauer Engel angestrebt. Diese drei Zertifizierungen werden aktuell von uns als gleichwertig eingeschätzt. In speziellen Projekten wird aktuell an der Verpackungsreduzierung und -optimierung gearbeitet. Dabei wird stets darauf geachtet, dass die Transportsicherheit jedoch in keiner Weise darunter leidet. Durch das konstante Niveau der Transportsicherheit wird garantiert, dass der sich durch mangelnde Transportsicherheit ergebender „Food Waste“ minimal gehalten wird.

Anhand von aktuellen Beispielen sowie geplanten Projekten lässt sich unser Engagement für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften in Sachen Verpackungen konkret festmachen: Bestimmte Verpackungsreduzierungs- und -optimierungsmassnahmen stellen beispielsweise die Einführung von Mehrwegdeckeln für 500-g-Joghurtbecher, die Umstellung auf Mehr-Komponenten-Becher, das Einsparen zusätzlicher Papierbanderolen oder das Aufbringen von Trennhinweisen auf Produkte (allerdings nur wo sinnvoll, also wenn mindestens zwei Materialfraktionen beim Artikel vorhanden sind) dar. Des Weiteren gilt es mittelfristig bereits vorherrschende Alternativen zu Aluminium-Platinen in der weissen Linie (Milch und Milchprodukte) zu prüfen und gegebenenfalls zu lancieren. 
Eine Selbstverpflichtung, bei Einsatz von Frischfasern im Bereich der Verkaufsverpackungen nur zertifiziertes Material zu verwenden, wird geprüft.

Langfristig
Als langfristiges Ziel ist das Substituieren von klassischen Kunststoff-Verpackungen durch Kunststoffe aus schnell nachwachsenden Rohstoffen intendiert.

Langfristig sind wir bestrebt, weiterführende Projekte zur dreigliedrigen Strategie der ZHG im Umgang mit Verpackungen zu realisieren. Dabei ist die Produktqualität in jeder Hinsicht zu bewahren. Die Festlegung von Recyclingquoten sowie deren Überprüfbarkeit wird aktuell ebenfalls geprüft.